Reformation

In der Reformationszeit entstand die evangelische Kirche. Das kam so: Martin Luther hatte mit seinen 95 Thesen eine heftige Diskussion in Gang gesetzt. Die Zeit war reif für seine Kritik an der Kirche. Die Leute stimmten ihm zu. Zum Beispiel, dass der Papst nicht mehr bestimmen sollte, was die Menschen zu glauben haben. Oder dass Geistliche kein Geld mehr für ihre Dienste nehmen sollten.

Luther warb im ganzen Land für seine Ideen. Er schrieb Briefe und hielt viele Predigten. Und er gewann kluge Denker als Mitstreiter. Diese teilten seine Meinung und unterstützten ihn. Viele Menschen stimmten ihm zu. Darunter waren auch mächtige Herrscher. Sie teilten seine Kritik und führten in ihren Ländern Veränderungen der Kirche ein. Durch diese Reformen bekam Martin Luthers Meinung noch mehr Gewicht. Die Kirche in Deutschland begann sich zu verändern. Auch viele Geistliche schlossen sich dem neuen Glauben an. Klöster öffneten ihre Tore, viele Mönche und Nonnen wurden ebenfalls evangelisch.

Durch die Reformation wandelten sich die Kirche und der Glaube in Deutschland. Bis heute ist diese grundlegende Veränderung geblieben.

Aus: Christian Butt, Evangelisch: Was ist das? – Eine kleine Kirchenkunde, von Kindern illustriert, für Kinder erklärt. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2011

Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit

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Grafik: Calwer Verlag Stuttgart