Martin Luther

Martin Luther war sehr wichtig für das Entstehen der evangelischen Kirche. Luther lebte von 1483 bis 1546. Er wurde im Alter von 21 Jahren Mönch und widmete sein Leben Gott. Er lebte im Kloster. Er studierte die Bibel. Dabei machte er eine Entdeckung: Gott liebt alle Menschen. Diese Liebe kann sich kein Mensch verdienen.

Die Entdeckung ließ Luther keine Ruhe. Er wollte andere Gelehrte davon überzeugen. Am 31. Oktober 1517 schrieb er 95 Sätze (Thesen) zum Glauben auf. Erzählt wird: Luther hat seine Sätze an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt. Alle konnten sie dort lesen. Viele ärgerten sich darüber. Die Obersten der Kirche verlangten, dass er sich entschuldigt. Das machte Luther nicht. Im Gegenteil. Vor einer großen Versammlung sagte er: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Da wollten ihn seine Gegner töten. Ein mächtiger Freund versteckte Luther zu seinem Schutz auf der Wartburg. Dort übersetzte er die Bibel ins Deutsche.

Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Professor. Er unterrichtete die Studenten über Gott, Jesus und die Bibel. Er schrieb viele Briefe und ließ Flugblätter verteilen. So verbreiteten sich seine Gedanken.

Aus: Christian Butt, Evangelisch: Was ist das? – Eine kleine Kirchenkunde, von Kindern illustriert, für Kinder erklärt. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2011

Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit

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Grafik: Calwer Verlag Stuttgart