Die Kirchen

Die Reformation veränderte die Kirche von Grund auf. Überall entstanden evangelische Gemeinden. Diese lebten nach der Lehre in ihrem Alltag. Überraschend ist: Neue Kirchengebäude wurden in dieser Zeit nicht gebaut. Das war den Erneuerern der Kirche nicht wichtig. Sie benutzten die vorhandenen Kirchen für ihre Gottesdienste.

Einige Veränderungen gab es allerdings doch, zum Beispiel wurden Figuren oder Bilder von Maria und auch von Heiligen aus den Kirchen entfernt. Sie spielten keine wichtige Rolle mehr. Evangelische Kirchen sind bis heute in der Regel eher schlicht und selten prunkvoll geschmückt. Bei modernen Kirchbauten kann man das besonders gut beobachten.

Für die evangelischen Christen sind im Gottesdienst die Predigt und das Abendmahl am wichtigsten. Das kann man am Bau der Kirchen erkennen: In der Predigt spricht der Pfarrer über Worte aus der Bibel. Dabei steht er auf der Kanzel. Sie ist so gebaut, dass alle Besucher ihn sehen und gut hören können. Beim Abendmahl werden am Altar Brot und Wein an die Gemeinde verteilt. Der Altar steht in der Mitte der Kirche. Die Gemeinde kann ihn sehen und zum Feiern des Abendmahls gut erreichen.

Aus: Christian Butt, Evangelisch: Was ist das? – Eine kleine Kirchenkunde, von Kindern illustriert, für Kinder erklärt. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2011

Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit

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Grafik: Calwer Verlag Stuttgart