Von „glauben“ reden wir oft. Wir sagen zum Beispiel: Ich glaube, dass Deutschland Weltmeister wird. Dann bedeutet das Wort: Wir vermuten etwas. Wir können uns etwas vorstellen.

Wenn wir sagen: „Ich glaube an Gott“, ist die Bedeutung von „glauben“ eine andere. Worte wie Vertrauen oder Zuversicht passen dazu. Glauben meint: Ich vertraue ganz fest auf Gott. Dann ist klar: Der Glaube berührt das ganze Leben. Er gibt Mut. Er vermittelt Hoffnung. Kein Bereich ist ausgenommen.

Evangelische Christinnen und Christen sind überzeugt, dass Gott uns den Glauben schenkt. Dafür verlangt er keine Leistung von uns. Wir müssen nicht besonders gut, brav oder fromm sein. Gott bewertet uns nicht. Er nimmt uns an, wie wir sind. Er sieht uns in Liebe an. Darauf dürfen wir vertrauen.

Der Glaube an Gott ist eine lebendige Beziehung. Es gibt starke Momente. Aber auch schwache. Wir können den Glauben nicht erzwingen, aber wir können ihn stärken. Worte aus der Bibel oder Geschichten von Jesus können uns dabei helfen. Auch Gebete, Gespräche oder Gottesdienste geben dem Glauben Kraft.

Aus: Christian Butt, Evangelisch: Was ist das? – Eine kleine Kirchenkunde, von Kindern illustriert, für Kinder erklärt. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2011

Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit

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Grafik: Calwer Verlag Stuttgart