Kleiner geschichtlicher Überblick

Der evangelische Glaube breitete sich bereits zur Zeit Martin Luthers immer weiter aus. Auch in den angrenzenden Ländern überzeugte und begeisterte der neue Glaube die Leute.

Einige wichtige Menschen unterstützten die Verbreitung. Zum Beispiel führten in der Schweiz Johannes Calvin und Ulrich Zwingli den neuen Glauben ein. Sie dachten ähnlich wie Luther, hatten aber auch eigene Ideen. In Deutschland fanden ihre Gedanken ebenfalls Beachtung und Anhänger. Da blieben Konflikte mit Martin Luther nicht aus. In vielen Ländern Europas – besonders in den Niederlanden, Frankreich, Schottland, Böhmen, Dänemark, Schweden, Estland und Lettland – verbreitete sich der evangelische Glaube schnell. Das geschah in jedem Land auf seine eigene Weise.

Doch die erneuerte Kirche hatte starke Gegner. Viele Menschen wollten die Kirche behalten, wie sie war. Deshlab gab es erbitterte Kämpfe. Sogar Kriege wurden geführt. Es dauerte Lange, bis ein friedlicher Umgang miteinander erreicht wurde.

Heute gibt es weltweit circa 600 Millionen evangelische Christinnen und Christen. In Deutschland sind es etwa 25 Millionen Menschen. Das heißt: Fast jeder dritte Deutsche ist evangelisch!

Aus: Christian Butt, Evangelisch: Was ist das? – Eine kleine Kirchenkunde, von Kindern illustriert, für Kinder erklärt. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2011

Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit

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Grafik: Calwer Verlag Stuttgart