Die Weihnachtsbotschaft in die Häuser getragen

Nachricht 25. Dezember 2020

Stern weist den Weg zu acht Plätzen unter freiem Himmel

Wir suchen das Kind in der Krippe in unseren Straßen und auf unseren Plätzen, wir feiern Weihnachten unter freiem Himmel – „Weihnachten on Tour“ lautete das Motto in der Jakobusgemeinde und auch in der Timotheusgemeinde an diesem besonderen Heiligen Abend. Und so geschah es: Die Menschen versammelten sich wie die Hirten, nur nicht auf dem Felde, sondern an acht ganz unterschiedlichen Orten in Schinkel-Ost und im Widukindland.

Den Anfang in der Jakobusgemeinde machte der Schulhof der Diesterwegschule an der Windthorststraße, wo Pastor Sören Engler Klein und Groß die Weihnachtsbotschaft verkündete. Von dort ging es zum Hof der Familie Sannemann an der Südstraße, wo das Orgateam bereits alles vorbereitet hatte, damit auch hier die Corona-Regeln eingehalten werden konnten. Die angemeldeten Gottesdienstbesucher wurden im Schein einer Kerze auf einer Anwesenheitsliste registriert, als Abstandsmarkierung dienten kleine, bunte Plastikhütchen auf dem Boden, und das Tragen einer Maske war für alle Anwesenden selbstverständlich.

Seitenwechsel zur Halbzeit

Während Pastor Engler zwei Gottesdienste in Schinkel-Ost hielt, machte Pastorin Anne-Kathrin Bode mit drei Gottesdiensten (inklusive einer vorgezogenen Veranstaltung für die Kleinsten) fast das gleiche – nur auf der anderen Seite des Schinkelbergs, auf dem Gebiet der Timotheusgemeinde im Widukindland. Nach der zweiten Station – zur Halbzeit sozusagen – hieß es Seitenwechsel. Pastor Engler fuhr ins Widukindland und Pastorin Bode wechselte nach Schinkel-Ost. Ein nicht unerheblicher logistischer Aufwand, denn alle Stationen mussten entsprechend vorbereitet werden, und Keyboard, Mikrofon und Lautsprecheranlage mussten innerhalb von weniger als 20 Minuten abgebaut, zur nächsten Station transportiert und dort wieder aufgebaut werden – nicht zu vergessen der beleuchtete Stern natürlich, der den Menschen an den verschiedenen Orten den Weg wies.

Letzte Station mit Gospelchor

Auch bei der dritten Station auf dem Parkplatz von Maler Krämer an der Nordstraße kamen die Menschen aus den umliegenden Straßen und Häusern. Ursprünglich war der Parkplatz von Netto wenige Meter weiter vorgesehen. Aber hier ist es nach Geschäftsschluss nicht hell genug, und beim Maler gab es neben einer Außensteckdose, die genutzt werden durfte, sogar einen Weihnachtsbaum und einen beleuchteten Stern im Fenster – die perfekte Kulisse also. Von hier ging es zur vierten und letzten Station von „Weihnachten on Tour“ vor der Jakobuskirche. Auf dem Parkplatz dienten keine bunten Plastikhütchen als Abstandsmarkierungen, sondern viele, helle Teelichter in Gläsern – was für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Und in einem der Bäume sorgte ein zweiter „Stern von Bethlehem“ für zusätzliche Beleuchtung. Eine Überraschung war der „Auftritt“ der Jacob’s Gospel Singers, des Gospelchors der Jakobusgemeinde, dessen Mitglieder besonders unter der Corona-Pandemie zu leiden haben. Als „Stille Nacht“ erklang, zwar nur von CD, wurde es ganz ruhig auf dem Platz vor der Kirche.

300 Teilnehmer an acht Orten

Es war ein besonderer Heiliger Abend in der Jakobus- und der Timotheusgemeinde, mit insgesamt neun Gottesdiensten an acht verschiedenen Orten auf beiden Seiten des Schinkelbergs und rund 300 Besucherinnen und Besuchern, die die Weihnachtsbotschaft mit in ihre Häuser genommen haben. Die Kollekte wurde – wie immer am 24. Dezember – für Brot für die Welt gesammelt. Die evangelische Hilfsorganisation befürchtet dieses Jahr deutlich zurückgehende Einnahmen, da viele Menschen vielleicht keinen öffentlichen Gottesdienst zu Weihnachten besuchen konnten oder wollten. Dies hat direkte Konsequenzen für die Menschen in den vielen Ländern, die Brot für die Welt unterstützt. Wenn Sie helfen wollen, können Sie online spenden – auch nach Weihnachten:

www.brot-fuer-die-welt.de/spende

Impressionen von den vier Jakobus-Stationen