| Der Ewigkeitssonntag wird auch Totensonntag genannt. Es ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Der Ewigkeitssonntag ist ein Gedenktag für die Verstorbenen.
An diesem Sonntag wird in den Gottesdiensten an die Menschen gedacht, die im letzten Jahr verstorben sind. Ihre Namen werden vorgelesen. Dabei wird oftmals eine Kerze symbolisch für jeden verstorbenen Menschen angezündet. In den Gottesdiensten wird für die Verstorbenen und die Angehörigen gebetet. Die Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten ist Inhalt der Predigt, der Lieder und Gebete.
Daneben finden an diesem Tag auch in den Friedhofskapellen Gottesdienste statt. Sie sind in der Regel nachmittags. Sehr viele Menschen gehen an diesem Tag auf den Friedhof zu den Gräbern der verstorbenen Angehörigen oder Freunde. Sie werden mit Gestecken, Blumen oder Kerzen geschmückt.
Der Ewigkeitssonntag ist ein staatlich geschützter "stiller Feiertag". An ihm sind öffentliche Musik- und Sportveranstaltungen nicht erlaubt. Damit soll die besondere Art des Tages bewahrt werden.
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Aus: Christian Butt, Warum hängt am Weihnachtsbaum kein Ei? – Das Kirchenjahr, illustriert von Kindern für Kinder. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2010: www.calwer.com
Über den Autor: Dr. Christian Butt ist Pastor in Hamburg und arbeitet in dem Projekt "Kirche und Schule" des Kirchenkreises Hamburg-Ost.
Quelle: Gemeindebrief – Magazin für Öffentlichkeitsarbeit (Grafik: Calwer Verlag Stuttgart)
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